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Ema Raven
Ich sorge dafür, dass Planio-Kunden gut betreut werden und helfe ihnen bei allem, was sie brauchen. Außerdem übersetze ich Texte und verbringe meine Freizeit mit Performance-Akrobatik und Kunst.
16. September 2026 · 9 Min. Lesezeit

Wie du den perfekten Arbeitsstil für dein Team findest

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Wie du den perfekten Arbeitsstil für dein Team findest

Es gibt ein bekanntes Sprichwort (untermauert durch eine noch bekanntere Gallup-Studie), das besagt: Menschen verlassen keine schlechten Jobs, sie verlassen schlechte Chef*innen. Doch während manche schlechten Manager*innen unverbesserlich sind (also die Sorte, die ihre Teammitglieder schamlos herabsetzt, überlastet und für den eigenen Erfolg opfert), ist anderen gar nicht bewusst, wie schlecht sie eigentlich sind. Einer der häufigsten Gründe, warum Manager*innen „aus Versehen schlecht“ werden, ist ein One-size-fits-all-Ansatz bei den Arbeitsstilen ihres Teams.

Springe zu einem Abschnitt:

Teams bestehen aus Individuen — jede*r mit der eigenen bevorzugten Arbeitsmethode und dem eigenen Stil. Wenn du das nicht berücksichtigst, entfremdest und demotivierst du genau die Menschen, auf die du angewiesen bist, um deine Ziele zu erreichen. Doch wenn du die verschiedenen Arbeitsstile verstehst und weißt, wie sie sich auf deine Führung auswirken, steigerst du die Team-Moral, verbesserst deine Effizienz und erzielst bessere Ergebnisse.

Was sind Arbeitsstile? Warum sind sie so wichtig?

Ein Arbeitsstil beschreibt, wie jemand seinen Job und seine Arbeitsbeziehungen angeht — geprägt von Persönlichkeit, Skills und bisherigen Erfahrungen.

Keine zwei Arbeitsstile sind gleich — jede Person geht etwas anders an Aufgaben, Feedback und den Umgang mit anderen heran.

Um es noch komplexer zu machen: Auch wenn die meisten Menschen einen dominanten Arbeitsstil haben, passen wir unseren Arbeitsstil oft an unterschiedliche Aufgaben, Teams und Umgebungen an. Bedeutet das also, dass du dir als Manager*in keine Gedanken über die bevorzugten Stile deines Teams machen musst? Ganz und gar nicht.

Als Manager*in hilft dir das Wissen um deinen eigenen Arbeitsstil dabei, deine Stärken und Schwächen zu erkennen und ein Bewusstsein für dich selbst zu entwickeln. Und wenn du die Arbeitsstile deines Teams verstehst, kannst du dich besser auf sie einlassen — das macht dich zu einer besseren Führungskraft und bringt weitere Vorteile mit sich, zum Beispiel:

Fazit: Deine Aufgaben, Ziele und deinen Führungsstil an die Arbeitsweise deines Teams anzupassen, ist eine echte Management-Superkraft. Verlier dich nicht so sehr in Aufgaben und Timelines, dass du die Menschen vergisst, die die Arbeit erledigen.

Deine Aufgaben, Ziele und deinen Führungsstil an die Arbeitsweise deines Teams anzupassen, ist eine echte Management-Superkraft.

4 Arbeitsstile, die jede*r Manager*in kennen sollte

Auch wenn jeder Mensch einzigartig ist, haben zahlreiche Studien im Laufe der Jahre vier grundlegende Kategorien von Arbeitsstilen identifiziert.


4 Arbeitsstile, die jede*r Manager*in kennen sollte

Schauen wir uns die vier Stile im Detail an — mit ihren wichtigsten Merkmalen, Stärken und Schwächen sowie Beispielen für Rollen, zu denen sie besonders gut passen.

1. Logische Macher*innen

Logische Mitarbeitende sind gut darin, Probleme zu erfassen, sie analytisch zu durchdenken und dann zügig zu handeln. Deshalb werden sie auch „Macher*innen” genannt — wegen ihrer Fähigkeit, Arbeit schnell zu erledigen und das Team oder Projekt voranzubringen.

2. Ideenorientierte Leiter*innen

Ideenorientierte Mitarbeitende lieben es, große, transformative Ideen zu entwickeln und große Veränderungen oder neue Arbeitsweisen anzustoßen.

3. Detailorientierte Analyst*innen

Detailorientierte Mitarbeitende sind die Analyst*innen in jedem Team — sie sorgen dafür, dass nichts unversucht bleibt und jede Aufgabe bis ins letzte Detail erledigt wird. Menschen mit diesem Stil haben ein besonders gutes Auge fürs Detail, kommen gut mit komplexen Datensätzen zurecht und scheuen sich nicht, etwas zu hinterfragen, wenn es nicht stimmig erscheint.

4. Unterstützende Freundliche

Menschen mit einem unterstützenden Arbeitsstil sind die Empath*innen im Team — sie nutzen ihre ausgeprägte emotionale Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit, um die Gruppe zusammenzuschweißen. Sie stellen Menschen über alles andere, helfen immer gerne aus, sorgen als Vermittler*innen für Frieden und heben die Team-Moral.

Als Manager*in ist es deine Aufgabe, die Arbeitsstile deines Teams zu einer schlagkräftigen Einheit zusammenzuführen, die gemeinsam arbeitet und großartige Ergebnisse liefert.

Arbeitsstil-Selbsteinschätzung: So verstehst du deinen und den idealen Arbeitsstil deines Teams

Arbeitsstile sind komplex, aber es gibt einfache Wege, um erste Präferenzen zu erkennen — wie du Aufgaben angehst, mit anderen zusammenarbeitest und Risiken eingehst — all das gibt Hinweise auf deinen bevorzugten Arbeitsstil.

Dieser einfache Fragebogen ist ein unterhaltsamer Einstieg für dich und dein Team, um eure Arbeitsstile mit der Zeit noch genauer zu erkunden.

So geht’s:

Bewerte bei jeder der folgenden Fragen die Antworten von 1 bis 4, wobei 1 die Antwort ist, die dir am wenigsten wichtig ist, und 4 die, die dir am wichtigsten ist.

  1. Wenn ich eine Aufgabe erledige, ist es wichtig, dass ich:
    a. die Grundlagen verstehe und schnell loslege.
    b. verstehe, wie sie zur Unternehmensstrategie passt.
    c. mir die Zeit nehme, um sie gut abzuschließen, egal wie lange es dauert.
    d. alle meine Teammitglieder einbeziehe, um ihre Meinungen einzuholen.

  2. Das schönste an meiner Arbeit:
    a. sind die Ergebnisse, die man erzielen kann, wenn eine Aufgabe abgeschlossen ist.
    b. ist, einen Beitrag zum Unternehmen zu leisten.
    c. ist, komplexe Herausforderungen zu meistern.
    d. sind die Menschen, die ich durch meine Arbeit kennenlerne.

  3. Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen,...:
    a. wäge ich die Vor- und Nachteile jeder Option ab und mache dann weiter.
    b. entscheide ich mich für die Option, die sich intuitiv richtig anfühlt.
    c. analysiere ich das Problem im Detail, um die beste Option auszuwählen.
    d. frage ich andere nach ihrer Meinung dazu, wie am besten vorzugehen ist.

  4. Bei der Arbeit im Team ist es wichtig, dass wir:
    a. zusammenarbeiten, um die Aufgabe schnell und effektiv zu erledigen.
    b. uns auf eine gemeinsame Vision und ein gemeinsames Ziel ausrichten.
    c. unsere jeweiligen Rollen und Verantwortlichkeiten kennen.
    d. gut als Team zusammenarbeiten, um das Beste aus einander herauszuholen.

  5. Ich bin bereit, ein Risiko einzugehen, wenn:
    a. es uns mit größter Wahrscheinlichkeit dabei hilft, das Ziel zu erreichen.
    b. das Ergebnis der Organisation zugutekommt.
    c. alle Optionen sorgfältig abgewogen wurden.
    d. wir als Team uns einig sind, dass es die richtige Entscheidung ist.

Sobald du alle Fragen beantwortet hast, addiere deine Punkte für A, B, C und D. Der Buchstabe mit der höchsten Punktzahl zeigt deinen bevorzugten Arbeitsstil.

Liegen deine Werte nah beieinander, arbeitest du wahrscheinlich häufig stilübergreifend und passt dich an wechselnde Situationen an. Ist einer der Werte besonders niedrig, kann das auf Skills hindeuten, die du weiterentwickeln solltest.

Wenn du noch tiefer in das Thema Arbeitsstile einsteigen willst: Persönlichkeitstests wie der Myers-Briggs-Type-Index (MBTI) oder das Revised NEO Personality Inventory (NEO PI-R) helfen ebenfalls dabei, herauszufinden, wie Menschen im Alltag am liebsten arbeiten.

Wie verschiedene Arbeitsstile zusammenpassen: Der Schlüssel zu erfolgreicher Zusammenarbeit

Super! Jede*r in deinem Team kennt jetzt den eigenen Arbeitsstil sowie die dazugehörigen Stärken und Schwächen. Was nun?

Als Manager*in ist es deine Aufgabe, all diese Stile zu einem schlagkräftigen Team zu verweben, das jeden Tag gemeinsam Großes leistet.

Leider ist das nicht immer einfach. Unterschiedliche Arbeitsstile können aufeinanderprallen und zu Konflikten, Produktivitätsverlust und schlechter Team-Moral führen. Aber wenn du es richtig anstellst, entsteht ein Team, das die Stärken der anderen nutzt, komplexe Herausforderungen löst, frische neue Ideen entwickelt und als kollaboratives Mega-Team großartige Ergebnisse liefert.

Um deine Erfolgschancen mit unterschiedlichen Arbeitsstilen zu erhöhen, solltest du als Manager*in Folgendes tun, sobald jede *r im Team den eigenen Arbeitsstil kennt:


Der Schlüssel zu erfolgreicher Zusammenarbeit

Zu guter Letzt solltest du Arbeitsstile mit Rollen und Aufgaben in Einklang bringen. Sobald im Team Transparenz herrscht, ist es deine Aufgabe, unterschiedliche Rollen und Aufgaben den passenden Arbeitsstilen zuzuordnen. Wichtig dabei ist die Balance: Diese Zuordnung sollte nicht zu starr sein, damit alle ihre Stärken einbringen können, aber trotzdem Abwechslung, Autonomie und Weiterentwicklung möglich bleiben.

Planio Aufgaben Management kann dir hier wirklich helfen, denn damit kannst du die Arbeitslast im Team zuweisen und im Blick behalten.


Planio Aufgabe, die 7 Tage überfällig ist, mit einem Kommentar des Managers, der fragt, wie sie helfen kann.

Wenn jemand mit einer bestimmten Aufgabe zu kämpfen hat, kann Planio dich darauf aufmerksam machen — so hast du die Möglichkeit, einzugreifen und das Team weiter zu unterstützen.

Zum Schluss: Vergiss nicht, auch deinen eigenen Arbeitsstil anzupassen

Fast jede*r hat schon einmal mit einer schlechten Führungskraft zu tun gehabt — und oft lag es daran, dass er oder sie sich nicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst hat.

Die verschiedenen Arbeitsstile und ihre einzigartigen Merkmale zu verstehen, ist als Manager*in wichtig, denn es hilft dir, Aufgaben zuzuweisen, deinen Mentoring-Ansatz anzupassen und Konflikte zu erkennen, bevor sie entstehen.

Den eigenen Arbeitsstil zu kennen, ist dafür essenziell. Wenn du verstehst, wie du am besten arbeitest, kannst du dich besser auf die Bedürfnisse deines Teams einstellen und es wirklich unterstützen.

Zum Abschluss noch ein paar Tipps, wie du dich je nach deinem Arbeitsstil anpassen kannst:

Egal, welcher Arbeitsstil zu dir passt — Planio hilft dir, dein Team zu managen und großartige Ergebnisse zu erzielen. Mit Funktionen für Task Management, Dokumentenablage, Kommunikation und Zeiterfassung behältst du die Aktivität aller im Blick, erkennst, wenn Teammitglieder zu kämpfen haben, und kannst rechtzeitig unterstützen!

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