In 5 Schritten zum Testplan für dein neues Feature-Release (inkl. gratis Testplan-Vorlage)
🎁 Bonusmaterial: Kostenlose Testplan-Vorlage
1962 startete die NASA mit der Mariner 1 ihren ersten Versuch, eine Raumsonde zur Venus zu schicken. Kurz nach dem Start kam die Rakete jedoch vom Kurs ab und musste gesprengt werden. Die Kosten? Rund 203 Millionen US-Dollar (nach heutigem Wert).
Das Problem? Ein fehlender Bindestrich im Code.
Du denkst vielleicht, dass Software-Tests für dein Unternehmen keine so gravierenden Folgen hätten. Einer Studie des Consortium for Information & Software Quality (CISQ) aus dem Jahr 2022 zufolge verursachten Softwarefehler jedoch Verluste von über 2,41 Billionen US-Dollar – die sich mit angemessenen Tests hätten vermeiden lassen.
Bevor eine Software oder ein neues Feature bei deinen Nutzer*innen landet, musst du es gründlich auf Herz und Nieren prüfen. Testen. Versuchen, es zum Absturz zu bringen. Und sicherstellen, dass es sich so verhält wie geplant, egal, wie es genutzt wird.
Kurz gesagt: Du brauchst einen Testplan.
Ein Testplan ist einer der wichtigsten Bestandteile jedes Softwareentwicklungsprozesses. Er legt fest, wie du sicherstellst, dass dein Produkt oder Feature das tut, was es soll – und nicht genau dann ausfällt, wenn es am dringendsten gebraucht wird.
Aber was genau gehört in deinen Testplan? Wie tief musst du wirklich gehen, um sicherzustellen, dass dein Produkt hält, was es verspricht, und erfüllt, was deine Zielgruppe erwartet?
Dieser Guide zeigt dir alles, was du wissen musst, um deinen Testplan zu definieren und zu dokumentieren und die richtigen Teststrategien zu wählen – damit am Ende alle zufrieden sind – von den Nutzenden bis zum Entwicklungsteam.
Bereit, deinen eigenen Testplan zu schreiben? Lade dir unsere kostenlose Testplan-Vorlage herunter und arbeite sie parallel zu diesem Artikel durch.
Was ist ein Testplan (und wozu brauchst du ihn)?
Ein Testplan ist ein detailliertes Dokument, das die Teststrategie, die Ziele, die benötigten Ressourcen, den Zeitplan und die Erfolgskriterien für das Testen eines bestimmten neuen Features oder einer Software festlegt.
Das Hauptziel ist natürlich, Fehler, Bugs und andere Lücken aufzudecken, die dazu führen könnten, dass die Software nicht wie vorgesehen funktioniert oder für eine schlechte User Experience sorgt. Konkret stellt ein Testplan sicher, dass deine Software:
- die Anforderungen erfüllt, die ihrem Design und ihrer Entwicklung zugrunde lagen (Mit anderen Worten: Tut sie das, was sie tun soll, dann, wann sie es tun soll?)
- korrekt auf alle Arten von Eingaben reagiert
- den festgelegten Performance-Standards entspricht und wie vorgesehen genutzt werden kann
- in allen vorgesehenen Umgebungen installiert und ausgeführt werden kann
- die Ergebnisse liefert, die du und deine Stakeholder erwarten
Ein Bug, der erst nach dem Release entdeckt wird, kostet fast 100-mal so viel wie einer, der schon in der Design-Phase gefunden wird.
So klar diese Kriterien auch klingen mögen – in der Praxis sind sie es selten. Das Problem: „Testen“ bedeutet immer, dass du gegen etwas testest. Meistens sind das die Anforderungen und Erfolgskriterien aus deinem Leistungsbeschreibung (Scope Of Work oder SOW auf Englisch) oder deiner Projektplanung. (Es können aber auch Dinge wie vergleichbare Produkte, frühere Versionen, Erwartungen deiner Nutzenden, Standards oder gesetzliche Vorgaben sein.)
Es ist nahezu unmöglich, jedes Szenario, jede Umgebung oder jeden Anwendungsfall zu testen, dem deine Software im Laufe ihres Lebenszyklus begegnen wird. Fehler, Bugs und Defekte können daher aus folgenden Bereichen entstehen:
- Coding-Fehler – also Bugs
- Anforderungslücken – also nicht erkannte oder übersehene Anforderungen wie Edge Cases, Skalierbarkeit oder auch Sicherheit
- Umgebungsänderungen – also neue Software, neue Hardware, Änderungen an den Quelldaten …
Das macht es schwierig, einen klaren und gleichzeitig umfassenden Testplan zu schreiben. Du willst so viele Details wie möglich einbauen, um sicherzustellen, dass dir keine offensichtlichen Fehler durchgehen. Gleichzeitig willst du dein Team nicht mit Testaufgaben überschwemmen, dein Release verzögern oder durch deine „Fixes neue Fehler einbauen.
Was gehört in deine Testplan-Vorlage?
Was sollte also in deinen Testplan? Nun, das kommt darauf an.
Jedes Produkt und jedes Feature hat seine eigenen Testkriterien, Strategien und Anforderungen. Auch das Ziel deines Tests beeinflusst deine Herangehensweise. User Acceptance Testing (UAT) ist zum Beispiel etwas völlig anderes als Stress- und Load-Testing, und dein Plan muss auf dein jeweiliges Ziel zugeschnitten sein.
Das bedeutet aber nicht, dass du bei jedem neuen Software-Test bei null anfangen musst. Unterschiedliche Testplan-Vorlagen für unterschiedliche Produkte zu erstellen, ist eine großartige Möglichkeit, dein Vorgehen bei neuen Produkt-Releases, Updates und Features schnell zu strukturieren.
Was solltest du also (oder könntest du) in deinen Testplan aufnehmen? Grob gesagt gibt es ein paar zentrale Bereiche, die als Grundgerüst deines Testplan-Dokuments dienen:
1. Coverage: Was genau testest du?
Wie schon gesagt, geht es beim Erstellen eines Testplans vor allem um Balance. Du willst umfassend sein, ohne zu überfrachten – das heißt, du musst genau festlegen, was im Testplan enthalten ist (und was nicht).
Nach einer kurzen Einleitung zu Testplan-Zielen, groben Umfang und Zeitplan musst du definieren, was du testen wirst und was nicht.
Das ist dein Testumfang (Test Scope), und der kann schnell aus dem Ruder laufen, wenn du dir nicht die Zeit nimmst, konkret zu werden und sowohl das Was als auch das Warum deiner Tests zu klären..
- Welche Tests führst du durch?
- Warum hast du dich für genau diese entschieden (und nicht für andere)?
Alle Beteiligten müssen bei Testkriterien und Testumfang auf demselben Stand sein. Am besten nutzt du branchenübliche oder zumindest im Team abgestimmte Standards und Begriffe, um deine Tests und deren Ergebnisse zu beschreiben. So gibt es keine Grauzonen oder Missverständnisse darüber, was getestet wurde.
2. Methoden: Wie führst du die Tests durch?
Als Nächstes musst du klar erklären, wie deine Teststrategie aussieht. Geh dabei so detailliert wie möglich vor.
- Welchen Regeln folgen deine Tests?
- Welche Metriken erfasst du, und auf welcher Ebene?
- Wie viele unterschiedliche Konfigurationen oder Umgebungen testest du?
- Gibt es besondere Anforderungen oder Verfahren, die du testen musst?
Außerdem musst du wissen, wann ein Test erfolgreich war. Mit anderen Worten: Was sind die Pass/Fail-Kriterien für jeden Test?
Das sind nicht die einzigen Kriterien, die du beachten musst. Es gibt noch ein paar weitere typische Situationen, die du in deinem Testplan festhalten solltest, darunter:
- Exit-Kriterien. Wann ist es in Ordnung, das Testen eines Features zu beenden und davon auszugehen, dass es „erfolgreich“ das tut, wofür es gedacht war?
- Unterbrechungskriterien (Suspension). Wann solltest du einen Test pausieren? Gibt es eine Fehlerschwelle, ab der du das Testen stoppen und nach Lösungen suchen solltest? Wie gehst du beim Abschließen vor, und wie dokumentierst du, was bisher erledigt wurde?
- Wiederaufnahmekriterien (Resumption). Woran erkennst du, wann ein pausierter Test wieder aufgenommen werden kann? Wie gehst du vor, um zu prüfen, was bereits erledigt wurde, und dort weiterzumachen?
An dieser Stelle lohnt es sich auch, deine Annahmen und Risiken aufzulisten. Mit anderen Worten: Was setzt du voraus, und mit welchen Risiken musst du beim Testen rechnen?
Zuletzt musst du den Ressourcenbedarf und den Zeitplan deines Testprojekts festlegen. Wer ist für das Testen verantwortlich, und welche Ressourcen braucht diese Person (sowohl technisch als auch personell)? Wann findet das Testen statt, und wie lange dauert es?
3. Verantwortlichkeiten: Was sind deine gewünschten Ergebnisse?
Was sind deine erforderlichen Test-Deliverables? Damit sind die Daten gemeint, die du sammeln willst, wie du sie in Reports zusammenfasst, und die Aufgaben, die an das Entwicklungsteam zurückgehen.
Damit nichts untergeht, sollte jedes Test-Deliverable in einem Abschnitt zu Rollen und Verantwortlichkeiten einer bestimmten Person in deinem Team zugewiesen werden.
Wichtig zu wissen: Das ist nur ein grobes Grundgerüst dessen, was in einen Testplan gehört. Mit der Zeit baust du dir eine eigene Bibliothek an Testplan-Vorlagen auf, die dir bei neuen Produkt-Releases, Updates und Features als Leitfaden dienen.
Lade dir unsere kostenlose Testplan-Vorlage herunter und leg direkt los.
In 5 Schritten zum Testplan für dein neues Produkt oder Feature (inklusive Umsetzung)
Jetzt, wo wir eine grobe Vorstellung davon haben, was in unsere Testplan-Vorlage gehört, gehen wir ins Detail. Damit dein Testumfang nicht völlig aus dem Ruder läuft, brauchst du einen klaren Schritt-für-Schritt-Prozess, um deinen Testplan zu erstellen und richtig umzusetzen.
Hier startest du:
1. Analysiere das Produkt oder Feature, das du testest
Bevor du einen Testplan erstellen kannst, musst du das Produkt oder Feature genau verstehen. Nehmen wir an, du hast gerade ein Website-Redesign abgeschlossen und willst es vor dem Launch testen. Welche Informationen brauchst du dafür?
- Sprich mit Designerinnen und Entwicklerinnen, um Umfang, Ziele und Funktionalität der Website zu verstehen.
- Sieh dir die Projektdokumentation an (etwa dein SOW, deinen Projektvorschlag oder auch die Aufgaben in deinem Projektmanagement-Tool).
- Führe einen Product Walkthrough durch, um Funktionalität, User Flow und Limitationen zu verstehen.
Dieser Schritt liefert dir den nötigen Kontext, um die Einleitung und Ziele deines Testplans zu schreiben und mit der Planung der benötigten Ressourcen zu beginnen.
Dein Produkt wirklich zu verstehen, ist der erste Schritt zu einem produktiven und erfolgreichen Testplan.
2. Entwirf die Teststrategien (und den Ansatz), die du nutzen willst
Als Nächstes entscheidest du über den Umfang deines Testplans. Was in den Umfang deiner Tests fällt, hängt von mehreren Faktoren ab, nicht nur vom Produkt oder Feature selbst. Du solltest folgende Punkte durchdenken:
- Kundenanforderungen: Was wird am häufigsten genutzt?
- Budget und Zeitplan: Wie viel Zeit und wie viele Ressourcen stehen dir für das Testen zur Verfügung?
- Produktspezifikationen: Was sind die wichtigsten Teile dieses Features, die getestet werden müssen?
- Fähigkeiten im Team: Habt ihr die technische Expertise, um jeden Test durchzuführen?
Für unser Beispiel mit dem Website-Redesign könnten wir festlegen, dass Funktionalität, UX und der Checkout-Flow im Testumfang enthalten sind, während Stress-, Performance- und Datenbank-Tests außen vor bleiben.
Du kannst das Ganze auch anhand gängiger Testansätze durchdenken, zum Beispiel:
- Unit Testing: Testet die kleinste Einheit einer Software oder ein bestimmtes Feature.
- API Testing: Testet die API der Anwendung in verschiedenen Szenarien.
- Integration Testing: Testet mehrere Software-Module oder Features im Zusammenspiel.
- System Testing: Testet das gesamte integrierte System gegen seine Anforderungen.
- Install Testing: Testet den Installations-/Deinstallationsprozess, den deine Kund*innen durchlaufen.
- Compatibility Testing: Testet deine Software auf verschiedener Hardware, in verschiedenen Betriebssystemen und Umgebungen.
- Load and Stress Testing: Testet die Performance deiner Software bei steigender Auslastung (oder jenseits der normalen Bedingungen).
Zu entscheiden, was getestet wird, und die Teststrategie zu dokumentieren, sind die wichtigsten Teile deines Testplans. Nimm dir dafür Zeit. Verstehe deine Ziele und Bedürfnisse wirklich und wäge sie gegen die Ressourcen ab, die dir fürs Testen zur Verfügung stehen.
3. Definiere die Testziele und Pass/Fail-Kriterien
Während du die einzelnen Tests festlegst, die du durchführen willst, musst du wissen, wann ein Test „fertig“ ist. Das bedeutet, dass du für jeden einzelnen Test Pass- und Fail-Kriterien definierst – und auch einige der oben genannten Punkte wie Exit- und Suspension-Kriterien.
Dazu identifizierst du die einzelnen System-Metriken, die du überprüfst, und legst fest, was Erfolg für jede davon bedeutet. Bei einem Performance-Test könntest du dir zum Beispiel folgende Metriken ansehen:
- Response Time: Gesamtzeit vom Senden einer Anfrage bis zum Erhalt einer Antwort.
- Wait Time: Wie lange es dauert, bis nach dem Senden einer Anfrage das erste Byte ankommt.
- Average Load Time: Durchschnittliche Zeit, die zur Bearbeitung jeder Anfrage benötigt wird.
- Peak Response Time: Die längste Zeit, die zur Bearbeitung einer Anfrage benötigt wird.
- Requests per Second: Wie viele Anfragen pro Sekunde verarbeitet werden können.
- Transactions Passed/Failed: Die Gesamtzahl erfolgreicher bzw. nicht erfolgreicher Anfragen.
- Memory Utilization: Wie viel Arbeitsspeicher zur Verarbeitung der Anfrage benötigt wird.
Denk daran: Du könntest ewig weitertesten und iterieren. Deshalb musst du festlegen, was „gut genug“ ist, um deine Software an deine Nutzer*innen auszuliefern.
Verstehe deine Ziele und Bedürfnisse wirklich und wäge sie gegen die Ressourcen ab, die dir fürs Testen zur Verfügung stehen.
4. Plane die Testumgebung
Die Ergebnisse deines Testplans hängen genauso vom getesteten Feature ab wie von der Umgebung, in der du testest. Als Teil des Testumfangs musst du festlegen, welche Kombinationen aus Hardware, Software, Betriebssystem und Endgeräten du testen willst.
Hier lohnt es sich, konkret zu werden. Wenn du zum Beispiel ein bestimmtes Betriebssystem für den Testplan festlegst, gib auch die Edition/Version an – nicht nur den Namen.
5. Führe deinen Testplan aus und verfolge den Fortschritt in deinem Projektmanagement-Tool
Sobald dein Testplan steht, folgst du einem festgelegten Prozess. Stell dir das als Software Testing Life Cycle (STLC) vor. Ähnlich wie beim Software-Entwicklungs-Lebenszyklus durchläuft der STLC verschiedene Testphasen, die meist so aussehen:
- Anforderungs-/Design-Review
- Testplanung
- Test-Design
- Einrichtung der Testumgebung
- Testausführung
- Test-Reporting
Das entspricht ungefähr dem Weg, den wir bisher beschrieben haben. Aber wie sieht es mit der eigentlichen Umsetzung deines Testplans und dem Tracking bzw. Reporting der Ergebnisse aus?
Mit einem Tool wie Planio lassen sich beliebig viele Testszenarien einfach einrichten und verfolgen.
Mit den anpassbaren Trackern und Workflows von Planio kannst du wiederkehrende Aufgaben zu jedem Test erstellen und verfolgen. Jede Aufgabe, die einem Tracker zugeordnet ist, durchläuft eine feste Auswahl an Status, die die Testphasen abbilden.
Mit einem solchen Workflow kannst du erkennen, wann ein Test fehlgeschlagen ist, entscheiden, wie es weitergeht, und verhindern, dass die Aufgabe geschlossen wird. Und das Beste: Einmal erstellt, lassen sich diese Workflows in Planio bei jedem neuen Feature- oder Software-Test wiederverwenden.
Nehmen wir an, du willst die Checkout-Funktionalität deiner neuen E-Commerce-Software testen. Mit Planio könntest du:
- Einen Tracker für „Software-Test“ einrichten
- Individuelle Status anlegen, damit jeder Testschritt nachvollziehbar abgeschlossen wird
- Eine Aufgabe für „Checkout-Funktionalität“ erstellen, das getestet werden soll
- Die Aufgabe einer bestimmten Person in deinem Testteam zuweisen
- Den Fortschritt verfolgen
Willst du mehr über die leistungsstarken Planio-Workflows erfahren? Wirf einen Blick in unseren Artikel darüber, wie du in Planio einen Projekt-Workflow erstellst, der deinem Team jede Woche Stunden spart.
Warum du so früh wie möglich mit dem Testen beginnen solltest
Wenn du unseren Guide zu Softwareentwicklungsprozessen gelesen hast, weißt du: Wann du Features, Produkte und einzelnen Code testest, hängt davon ab, welchen Entwicklungsstil du nutzt. Der größte Unterschied besteht wahrscheinlich zwischen dem klassischen (Wasserfall-)Modell und Agile.
In der klassischen Softwareentwicklung (also Wasserfall) beginnt dein Testplan erst, wenn das Projekt abgeschlossen ist. Bei Agile hingegen laufen Anforderungen, Entwicklung und Testen parallel, während du neue nutzbare Software-Bestandteile entwickelst.
Was ist also richtig? Und wann solltest du mit dem Testen anfangen?
Auch wenn es hier unterschiedliche Meinungen gibt, lässt sich mit ziemlicher Sicherheit sagen: Je früher du mit dem Testen beginnst, desto besser.
Laut Margarita Simonova, Gründerin und CEO von ILoveMyQA:
„Einen Fehler in der Planungsphase zu beheben, kann 100 $ kosten, wenn er früh entdeckt wird. Derselbe Fehler kann sich jedoch zu einem Problem von 10.000 $ auswachsen, wenn er erst später in der Produktionsphase entdeckt wird. Das liegt daran, dass ein Fehler einen Dominoeffekt auslösen kann, der zu zusätzlichen Kosten und Verzögerungen führt.“
Mit anderen Worten: Wenn du das Testen bis kurz vor dem Release aufschiebst, belastest du deine Ressourcen enorm. Noch schlimmer: Ein Bug, der erst nach dem Release entdeckt wird, kostet fast 100-mal so viel wie einer, der schon in der Design-Phase gefunden wird.
Testen ist ein iterativer Prozess. Wird ein Bug gefunden und behoben, kann das weitere, tiefer liegende Bugs sichtbar machen – oder sogar neue erzeugen. Je früher du dich damit auseinandersetzt, desto geringer ist der Einfluss des Testens auf deinen Launch und deine Go-to-Market-Strategie.
Behandle deinen Testplan nicht als Nebensache
Testen ist nicht einfach nur ein weiterer Punkt auf deiner Checkliste. Es ist eine wichtige, potenziell projektentscheidende Phase, die sorgfältig durchdacht und geplant werden muss.
Dein Testplan begleitet dich dabei von Anfang bis Ende – er hilft dir, die Ziele zu verstehen, den Testumfang festzulegen, Pass/Fail-Kriterien zu erstellen, deinen Prozess zu dokumentieren und die Dokumente und Artefakte zu liefern, die du brauchst, um dein Produkt oder Feature so gut wie möglich zu machen.


